Moment mal!

Wenn ich nur noch einen Monat zu leben hätte –

wieviel Zeit würde ich dann für Konventionen verwenden?
Für den Umgang mit Arroganz und Dummheit?
Für vermeintliche Verpflichtungen?

Moment mal!
Wer gibt mir eigentlich eine Garantie dafür, dass ich noch länger lebe als einen Monat?

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Organigramm – ein Gramm Orga

Das Organigramm ist eine grafische Darstellung einer Aufbauorganisation. Organische Einheiten sowie deren Aufgabenverteilung und Kommunikationsbeziehungen werden ersichtlich.

Der Flieger landet und fast alle klatschen Beifall.
Das ist einmalig und gibts nur auf dieser Strecke und ich weiß sofort, wo ich lande.
Ich stelle mir jetzt vor, wie es sich anfühlen könnte, wenn alle Leute im Zug,
in der U-Bahn, Strassenbahn oder im Bus klatschen würden, weil der Fahrer
diesmal wirklich gut gefahren ist. Wir kämen aus dem Klatschen nicht mehr raus.
Da ist es selbstverständlich, dass man sicher an sein Ziel gelangt. Wahrscheinlich empfinde ich es auch so anders, weil Fliegen mittlerweile wie Bahnfahren für mich ist.
Der Kaept’n bedankt sich artig. Mit lauter spanischer Musik in einem netten Auto
düse ich über die Insel Richtung Norden und sage der Sonne, dass ich ihr dieses
Mal etwas von der Wärme zurückgeben kann, ich habe nämlich Fieber. Wir beide
können also ohne Bezug zu Japan um die Wette strahlen. Die Apotheke ist ein
wichtiges Ziel, meine Mumm sagte, Mädchen, Medizin kannste da kaufen, ist eh
billiger. Ich denk, krank ist gut, da rennste nicht zuviel durch die Gegend. Mein Gepäck besteht fast nur aus Büchern, keine Klamotten, nur Handgepäck.  Ich denke immer, wenn ich 3 Tage unterwegs bin, dass ich da alles lesen kann, was ich die ganze Woche nicht geschafft habe.  Ausserdem ist Samstag Markt in Cala Ratjada. Kann man ja Fähnchen kaufen gehen.
Ich hab nicht nur ne Menge zu lesen, sondern auch wieder mal viel zu denken.

Was treibt eine Firma voran? Es sind die Menschen und nur die Menschen.
Es ist ein schwieriger Prozess, dass Zusammenspiel aller Mitarbeiter zu
organisieren. Es gibt die wirklich Wichtigen, die für Umsatz und Erträge sorgen,
dann die unruhigen Querdenker, die alles infrage stellen und neue Ideen
einbringen, meistens unbequem sind und als Querulanten geduldet sind und ganz
wichtig auch diejenigen, die das ganze Unternehmen auf dem Boden halten und die wirkliche Idee und den Kern des Unternehmens beschützen.

Letztendlich wird sich alles um diesen Kern drehen und der restliche Bedarf wird
durch Spezialisten und Aushilfskräfte abgedeckt, die nach Erledigung der Aufgabe
wieder entsorgt werden. Klingt zwar schrecklich, aber es gibt immer mehr
Menschen, die nach Aufgabenstellung und nicht nach Anwesenheit bezahlt werden.
Sie wollen gar keine Anstellung fuer’s Leben. Temporäre Netzwerke bilden sich
und lösen sich nach Erledigung der Aufgabe wieder auf, um sich in anderer
Konstellation wieder neu zu finden. Ein super Trend, der einfach durch die
notwendige Flexibilisierung und Geschwindigkeit in der Entwicklung begründet
liegt. Die Herausforderung für das Management besteht darin, eine ausgleichende
Balance und gegenseitige Akzeptanz zu fördern und so ohne Weisungsbefugnis
wird das zu einer ständigen Herausforderung. Die Bandbreite von Mitarbeitern
bewegt sich bei Betriebszugehörigkeiten zwischen 3 Stunden und gefühlten 100 Jahren und *Ich tue alles für die Firma* bis *ist mir egal, ist gleich Feierabend*.

Autorität zollt man nicht mehr der Person, sondern der Aufgabe.
Das kam mir nun letztendlich in den Sinn, als ich heute das Gramm Orga betrachtete, welches im Postfach lag. Die Form ist fast rund, auch das ist fast neu. Und darin hoffentlich ein Geist der nicht festklebt.
Und nun strahlt auch die Sonne wieder alleine….Ist nicht schlimm.
Ich habe kein Fieber mehr 😉

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Wenn man mehr als 29 Datensätze zu verarbeiten hat…

Eine Firewall (von engl. firewall [ˈfaɪəwɔːl] „die Brandmauer“) ist eine Software, die dazu dient, den Netzwerkzugriff zu beschränken, basierend auf Absender- oder Zieladresse und genutzten Diensten. Die Firewall überwacht den durch sie hindurch laufenden Datenverkehr und entscheidet anhand festgelegter Regeln, ob bestimmte Netzwerkpakete durchgelassen werden, oder nicht. Auf diese Weise versucht die Firewall unerlaubte Netzwerkzugriffe zu unterbinden.

Abhängig davon, wo die Firewallsoftware installiert ist, wird unterschieden zwischen einer Personal Firewall (auch Desktop Firewall) und einer externen Firewall (auch Netzwerk- oder Hardwarefirewall genannt). In Abgrenzung zur Personal Firewall arbeitet die Software einer externen Firewall nicht auf dem zu schützenden System selbst, sondern läuft auf einem separaten Gerät, welches Netzwerke oder Netzsegmente miteinander verbindet und dank der Firewallsoftware gleichzeitig den Zugriff zwischen den Netzen beschränkt.

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Reden lernt man nur durch reden…

Der Zug steht. Die Durchsage lautet, wahrscheinlich ist es zu einem Personenschaden auf der Strecke nach Gütersloh gekommen.

Erst verzieh ich das Gesicht, aber sofort denk ich, was bedeutet schon ein verpasster Anschlusszug gegenüber dem Elend der beschädigten Person da draussen. Automatisch komm ich ins Grübeln und überlege, welche Gründe dieser Mensch wohl hatte, um sich zu dieser Entscheidung durchzuringen.  Oftmals ist es einfach fehlende Kommunikation und Verständnis.
Kommunizieren will gelernt sein.
Damit ein Fax seinen Empfänger erreicht, muss man die richtige Nummer haben, d.h. man wählt die richtigen Ziffern in einer vorgegebenen Reihenfolge. Werden die Nummern richtig gewählt, kommt die Botschaft an.
Anders sieht es aus, wenn man am Ende anstelle der 0 eine 1 wählt. Die Informationen kommen gar nicht an oder erhalten die falschen Leute, die sie nicht brauchen oder Unsinn damit anstellen. Es passiert auch schon mal, dass man am Anfang ein oder zwei Nullen zuviel wählt  –  dann landet man irgendwo in
Amerika und dann wird es teuer. Nullen darf man nicht übersehen, ist eine alte Mathamatikerweisheit.

Jeder Mensch kapiert, dass man beim Telefonieren oder Faxen die richtigen Nummern in der richtigen Reihenfolge wählen muss. Der  kleinste Fehler führt zu Störungen und Fehlverbindungen.

Wieso ist es anders bei der verbalen Kommunikation?
Da wird wild darauf los und aneinander vorbei geredet oder man deckt den anderen mit seinem Redeschwall ein.
Jeder sendet also was das Zeug hält und denkt sich, irgendwas davon wird schon ankommen. Oder man erhöht einfach die Sendeleistung oder der Empfänger wird für unfähig erklärt.
Das Faxbeispiel zeigt, es genügt ein einziger  Fehler in der Wahl und es  kommt zu Störungen, Fehlverbindungen oder zum Abbruch der Verbindung.  Wir fangen also wieder vor vorn an und eine Menge Zeit und Mühe muss investiert werden, um Verbindungen wieder aufzubauen und wieder
herzustellen, weil es ständig den Menschen gelingt, einfach so, Fehlverbindungen und Störungen zu produzieren.
Mir huscht schon manchmal der Gedanke durch den Kopf, wieso verstehen die mich eigentlich oftmals nicht? Wahrscheinlich muss ich meine Sendefähigkeit mal
überprüfen..

Reden lernt man nur durch reden!

Wenn am anderen Ende keiner den Hörer abnimmt, stürze ich mich natürlich nicht vor den Zug, aber ich rufe dann auch irgendwann nicht mehr an oder wähle einfach eine andere Nummer.
Der Zug fährt weiter, nix ist passiert. Die konnten mit ihm reden, sagt der Zugführer.

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eCommerz und Fußballstadion

Rheinenergiestadion Westtribüne, Lounge.
Nein, nicht der FC, sondern eCommerz Day 2011.
Hitmeister hat eingeladen.
Alles, was Rang und Namen rund um das Onlinegeschäft hat, ist vertreten, um Newcomern und Profis etwas vom Onlinegeschäft zu erzählen.
Ich bin mit Carmen da. Carmen, dachte ich, bekommt vielleicht so einen kleinen
Überblick, was zu diesem, unseren Onlinegeschäft noch dazu gehört oder dazu gehören könnte.
Wir treffen später Stephan und DJ.
Eigentlich ist es alles ziemlich entspannt.
Es gibt zwei Vortragsräume und man kann den Raum verlassen, wenn man von der der Thematik genug hat, ohne peinlich berührt zu sein und die anderen zu stören.
Ich höre mir „Erfolg mit eCommerz- wie moderne Händler im Online-Business bestehen“ an, „Weshalb ist eine PCI Zertifizierung bei Akzeptanz von  Onlinezahlungen wichtg?“ interessiert mich nicht wirklich.
Trotzdem bleibe ich sitzen, irgendwie konnte ich aus jedem Vortrag etwas mitnehmen und den einen oder anderen Tipp, wie man es nicht macht.
Die Chevingdishs sind gut gefüllt und am Nachmittag freut sich Carmen über Kaffee und Kuchen, klassisch in old Germany, gegen 15.30 Uhr.
Sie vermisst das in Amerika, so typisch deutsche Gewohnheiten. Es ist interessant zu hören, ihre Sicht auf die Dinge. Als wir in Amerika waren, lobte Sie Deutschland und jetzt, wo sie hier ist, lobt sie das entspanntem Lebensgefühl, was die Menschen dort vermitteln.
Geht uns wahrscheinlich allen so, gerade das was man nicht hat, erscheint uns begehrenswert.

Den letzten Vortrag hält Axel Gronen. Der Saal ist mit einem Schlag wieder voll und man merkt, dass jetzt die Profis zuhören. AG betreibt die Webseite http://www.wortfilter.de und gilt als langjähriger Ebayexperte und unabhängiger Beobachter der Onlineplattformenlandschaften.
Aber heute spricht er über Newslettermarketing. Ich denk, ja, da sind wir ja ganz gut. Wir verschicken ja genug. Mittlerweile jede Woche einen. Meine Gedanken schweifen ab, weil ich denke, das können wir ja schon.
Schlagartig wache ich aber auf, als ich die erste Folie „höre“.
Newslettermarketing am Beispiel vom Gutscheinvermarkter ANIMOD aus Köln.
Was nun folgt, lässt mich breit grinsen.
Wenn ich nicht genau wüsste, dass der Veranstalter Hitmeister ist…
Er erzählt von den Anfängen von ANIMOD, von Beginn des Newsletterversandes, von kleinen Pannen und von dem Wahnsinnszuwachs, den wir derzeit verzeichnen. Ich schaue mich um und sehe in den Augen der Zuhörer das Interesse und die Hoffnung, auch irgendwann dahin zu gelangen.
Die Freude weicht mir nicht aus dem Gesicht, und die Menschen um mich rum haben Spaß.
Sie fragen Herrn Gronen Löcher in den Bauch und es ist wahnsinnig interessant zu hören, was andere interessiert und womit andere zu kämpfen haben.
Das Wort ANIMOD fällt ungefähr gefühlte 761 mal. Aufgefordert, nun endlich mal etwas zu lästern, fällt Axel Gronen wieder ein wenig über ebay her, erklärt die Tendenz aus seiner Sicht und gibt gute Ratschläge.
Er gibt den Gottschalk und überzieht gnadenlos um eine Stunde.
Herr Gronen gefällt mir, nicht zuletzt, weil er auf seiner Website Werbung von www.boeseparties.de zulässt. Irgendwie und im weitesten Sinne passt das ja auch wieder zu ANIMOD;-).
Zum Schluss – dann als neueste Idee – erklärt er den Aufbau eines gemeinsamen Verteilers.
Cross selling mit Verbundpartnern.
Z.B. Hotelgutscheine und Digitalkameras…
Meine Gedanken schweifen schon wieder ab und ich überlege lächelnd: Wer verkauft denn nur Digitalkameras? :-))

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