Organigramm – ein Gramm Orga

Das Organigramm ist eine grafische Darstellung einer Aufbauorganisation. Organische Einheiten sowie deren Aufgabenverteilung und Kommunikationsbeziehungen werden ersichtlich.

Der Flieger landet und fast alle klatschen Beifall.
Das ist einmalig und gibts nur auf dieser Strecke und ich weiß sofort, wo ich lande.
Ich stelle mir jetzt vor, wie es sich anfühlen könnte, wenn alle Leute im Zug,
in der U-Bahn, Strassenbahn oder im Bus klatschen würden, weil der Fahrer
diesmal wirklich gut gefahren ist. Wir kämen aus dem Klatschen nicht mehr raus.
Da ist es selbstverständlich, dass man sicher an sein Ziel gelangt. Wahrscheinlich empfinde ich es auch so anders, weil Fliegen mittlerweile wie Bahnfahren für mich ist.
Der Kaept’n bedankt sich artig. Mit lauter spanischer Musik in einem netten Auto
düse ich über die Insel Richtung Norden und sage der Sonne, dass ich ihr dieses
Mal etwas von der Wärme zurückgeben kann, ich habe nämlich Fieber. Wir beide
können also ohne Bezug zu Japan um die Wette strahlen. Die Apotheke ist ein
wichtiges Ziel, meine Mumm sagte, Mädchen, Medizin kannste da kaufen, ist eh
billiger. Ich denk, krank ist gut, da rennste nicht zuviel durch die Gegend. Mein Gepäck besteht fast nur aus Büchern, keine Klamotten, nur Handgepäck.  Ich denke immer, wenn ich 3 Tage unterwegs bin, dass ich da alles lesen kann, was ich die ganze Woche nicht geschafft habe.  Ausserdem ist Samstag Markt in Cala Ratjada. Kann man ja Fähnchen kaufen gehen.
Ich hab nicht nur ne Menge zu lesen, sondern auch wieder mal viel zu denken.

Was treibt eine Firma voran? Es sind die Menschen und nur die Menschen.
Es ist ein schwieriger Prozess, dass Zusammenspiel aller Mitarbeiter zu
organisieren. Es gibt die wirklich Wichtigen, die für Umsatz und Erträge sorgen,
dann die unruhigen Querdenker, die alles infrage stellen und neue Ideen
einbringen, meistens unbequem sind und als Querulanten geduldet sind und ganz
wichtig auch diejenigen, die das ganze Unternehmen auf dem Boden halten und die wirkliche Idee und den Kern des Unternehmens beschützen.

Letztendlich wird sich alles um diesen Kern drehen und der restliche Bedarf wird
durch Spezialisten und Aushilfskräfte abgedeckt, die nach Erledigung der Aufgabe
wieder entsorgt werden. Klingt zwar schrecklich, aber es gibt immer mehr
Menschen, die nach Aufgabenstellung und nicht nach Anwesenheit bezahlt werden.
Sie wollen gar keine Anstellung fuer’s Leben. Temporäre Netzwerke bilden sich
und lösen sich nach Erledigung der Aufgabe wieder auf, um sich in anderer
Konstellation wieder neu zu finden. Ein super Trend, der einfach durch die
notwendige Flexibilisierung und Geschwindigkeit in der Entwicklung begründet
liegt. Die Herausforderung für das Management besteht darin, eine ausgleichende
Balance und gegenseitige Akzeptanz zu fördern und so ohne Weisungsbefugnis
wird das zu einer ständigen Herausforderung. Die Bandbreite von Mitarbeitern
bewegt sich bei Betriebszugehörigkeiten zwischen 3 Stunden und gefühlten 100 Jahren und *Ich tue alles für die Firma* bis *ist mir egal, ist gleich Feierabend*.

Autorität zollt man nicht mehr der Person, sondern der Aufgabe.
Das kam mir nun letztendlich in den Sinn, als ich heute das Gramm Orga betrachtete, welches im Postfach lag. Die Form ist fast rund, auch das ist fast neu. Und darin hoffentlich ein Geist der nicht festklebt.
Und nun strahlt auch die Sonne wieder alleine….Ist nicht schlimm.
Ich habe kein Fieber mehr 😉

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