Der Erste im März;-)

Mein Kind hat heute Geburtstag. Sie verbringt ihn im Krankenhaus, weil wiederum ihr Kind mit irgendwelchen Anfällen, die mit Atemreduktion einhergehen, auf neue Medikamente eingestellt wird. Das Kind meines Kindes wird in einigen Tagen 1 Jahr alt. Hoffentlich!
…..hat mich belastet den ganzen Tag, immer wieder zwischendurch die Anrufe mit dem Krankenhaus.
Anna heisst die Prinzessin und sie muss unbedingt die kurzen Jeans mit den Unmengen von rosa und hellblauen Strasssteinchen anziehen. Ich kaufte sie in Florida, mit dem Bewusstsein, dass meine Tochter Feuer schreit. Ich finde es geil für so eine kleine Göre.
Die Woche hat es in sich und heute ist Weiberfastnacht.
Das erste Mal, seitdem ich in Köln wohne und nicht unterwegs bin. Irgendwie habe ich heute im Büro den Anschluss verpasst – irgendwas war immer…
Ich freue mich riesig über ET. Die hat sich richtig gut gemacht, kluges Mädchen und es hat sich wirklich gelohnt, an ihr festzuhalten.
Überhaupt war eine spannende Woche, diese Woche. Alex haben wir nun auch einen neuen Job verpasst.
*Warum in die Ferne schweifen, sieh das Gute ist so nah*
trifft es hier wirklich. Wieso sind wir nicht schon früher drauf gekommen?
Ich finde es cool und es war richtig suess zu sehen, wie er sich über diese Chance freut….und so gibt es immer
ne Menge zu erzählen….werde ich dann ab und zu hier tun.

Ihr könnt euch anmelden und mitschreiben. Denkt an den Datenschutz, keine Kundendaten und interne Details.

Ich könnte jetzt stundenlang weiter schreiben, aber es gibt ja noch ein paar Kölsch unten in Kneipe…

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Florida – Part VI (the end)

Tja, nun bin ich 5 Uhr schon wach und die Kaffeemaschine blubbert vor sich hin. Es ist alles drin im Koffer, die Schuhe allerdings mussten mit ins Handgepäck. Ich weiss nicht, ob denen das gefällt, aber von Fussgepaeck hab ich noch nichts gehört.
Die Luftfeuchtigkeit ist ziemlich hoch heute morgen.
Carmen sagt, gefühlte 95% im Sommer und wir haben ja erst Frühjahr hier. Der Käfig, der den Pool vor wilden Tieren beschützt ist völlig nass, als hätte es geregnet.
Man glaubt es nicht, es gibt eine Menge Getier hier. Bei der Villa April sind die personalisiert, jedes Tier hat einen Namen, man kennt sich sozusagen, sagt KGP.
Cape Coral wird auch Stadt der Lagune oder Venedig von Amerika genannt, weil die Stadt ein 400 Meilen Kanal-Netzwerk hat. Ein Teil dieser Kanäle hat sogar Zugang zum Golf von Mexiko. Ein kleines Boot hier würde also durchaus Sinn machen ;-). Ich schmunzle vor mich hin beim Schreiben des letzten Satzes.
Anyway, nach dem morgendlichen Tauchgang setz ich mich ins Auto und fahre Richtung Del Prado ins Büro. Alles wie immer.

Heute kein Support in Cape Coral.
Wir machen ein Abschlussmeeting HH, Carmen und ich.
Es ist aufregend und spannend wie vor einer Woche.
Die Fragen sind nicht weniger geworden, nein es werden mehr. Das ist normal, der Blickwinkel erweitert sich stetig bei allen. Und die Lösung eines Problems wirft gleich wieder 10 neue auf. Das ist immer so, wenn man wächst.
HH hat Herrn Müller eingeladen. Herr Müller makelt in Florida. Wer Herrn Müller sieht, nein lassen wir das. Es gibt mit Sicherheit Menschen, die ihn aufgrund seines absolut spiessigen Aussehen unterschätzen oder ihn vielleicht sogar lächerlich finden. Chapeau, ich hab die ganze Zeit an seinen Lippen gehangen. Das war ein Crashkurs über amerikanische und regionale Besonderheiten. Einwohner, Anwohner, Gepflogenheiten, Politik und wie Menschen hier ticken.Ich könnte ihm stundenlang zuhören.
Leider war das nicht möglich. Ich hab nicht mal den Rechner runter gefahren. Die typischen 2 Finger zum Victory-Gruss in Richtung HH hebend, verlasse ich den Parkplatz vom Buero Del Prado und im Radio lauft Maggie May von Rod Stewart.

Nun sitze ich hier am Gate B1 und warte und wünsche mir, dass der Flieger schneller fliegt.
Ich freu mich auf Köln, auf zu Hause, auf euch und eigentlich ist nichts passiert, wenn man in jedem Tag das Besondere erkennen kann.
Der ganz normale Wahnsinn geht weiter.
Bis gleich dann in der ….

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Florida – Part V

Es ist schweinekalt in D, sagt Stephan. Auf mein, ich friere mir auch bald wieder den Arsch ab, erhalte ich ein, warum soll es dir besser gehen als uns.
Mir würden da schon ein paar Sachen einfallen, schreib ich mit einem Zwinkern zurück.
Guter Einstieg in den Tag.

Normaler Ablauf, 3 Tassen Kaffee zu Hause, in den Pool und mit nassen Haaren ins Auto zum Büro. Ohne Navi, easy going.
Wir sind drin, wie schnell das geht, wisst ihr alle.
Straffes Programm, Carmen braucht verschiedene Authorisationen um eine Rechnung zu bezahlen und die am Ende der Strippe wollen wirklich bis zum Urschleim und der Farbe der Schuhe am 3. Lebenstag alles wissen. Ich mach eine Vollmacht für John, der muss irgendwelche Karten für Security Gates abholen. Der Geier weiss wofür. Zwischendurch Supportanrufe, heute schon normales Geschäft.Die Rechner brauchen ewig, aus afterbuy fliegen wir genauso raus. Carmen guckt ab und zu mal unglücklich und zweifelnd. Ich grinse und denke, Schätzchen, da musste jetzt durch. es wird noch manchmal schlimmer kommen.
Den Support macht sie hervorragend. Ich habe selten jemand so schnell eingearbeitet, sie hat ein absolut geiles Servicebewusstsein und vermittelt das auch.
Es ist schwer hier und die Widrigkeiten, um zum Erfolg zu kommen haben schon eine andre Hausnummer als bei uns.
Ich baue ihr ein hübsches Cash Journal und der Tag vergeht wie im Fluge. Jeder Arbeitsschritt ist eine Herausforderung, weil niemand so richtig weiss wie was geht. ABER DAS WIRD SCHON.
Gegen halb vier sind wir draussen und fahren nochmal Richtung Miromar Factory Outlets.
Mit KGP shoppen, dachte ich, ist nicht mehr zu toppen. Mit Carmen shoppen ist Ausnahmezustand.
Ich glaub, ich trag die 20 kg erlaubtes Gepäck direkt auf den Schultern und überleg schon heimlich, welche Klamotten ich einfach hier lasse.
Wir sind fix und fertig, fahren noch 10 Dollar tanken ( da ist hier der Tank halb voll) das kann ich jetzt schon alleine und überhaupt, irgendwie wird alles vertrauter.
Ich fange an mit dem Volk zu quasseln und zunehmend fällt es mir leichter auf die unglaublich kommunikativen Menschen hier zu reagieren.
Cool, denk ich, geht doch. Das denkt Carmen sicher auch. Wir essen super lecker im Ruby Tuesday, was fuer ein Steak! und ich nehme einen Mojito.
Auf dem Heimweg folgen uns 4 oder 5 Polizeiautos ein Stück mit ohrenbetäubender Lärm. Die Sirenen werden von wahnsinnig grellen Rundumleuchten in blau und rot begleitet.
Die Strasse gleicht einer Lasershow und ich komme in Versuchung, kurzzeitig die Augen beim Fahren einfach zuzumachen. Mach ich natürlich nicht. Ich bin ja nicht allein im Auto. Unglaublich.
Ich finde ohne Navi nach Hause
Jetzt habe ich gerade den ganzen Kram ausgepackt und von dem riesigen Billardtisch sieht man die Farbe des Tuches nicht mehr. Schauen wir mal, was mein Koffer dazu sagt.
Mit der Flasche Bier vom Lager 😉 laufe ich eine Runde durch die AMIGO und zähle die Kunstblumengestecke. Das interessiert mich brennend und da kann man sich ganz leicht vertun. Es sind genau 24 und dazu kommen noch gefühlte 100 m Efeu, der sich so dahin rankt. Hätte ich nicht gedacht, dass es doch nur so wenig sind.


Und müde bin ich jetzt auch!

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Florida – Part IV

Irgendwie schlaf ich nicht gut. Kann nicht abschalten und der Abend bei HH kreiselt mir noch im Kopf rum. Gegen 5 schau ich nochmal zu eBay rein. Immerhin sind wir seit 3 Stunden am Start mit dem wow. 30 denk ich bisschen enttäuscht. Schaun wir mal, der Tag ist ja noch jung.
Es wird hell und es ist Waschküche draussen.
Man sieht kaum den Pool. Es geht also auch anders hier. Keine Sonne. Das wird es einfacher machen für KGP.
KGP sagt, es fällt ihm zum ersten Mal schwer hier abzuhauen. Aber ohne Sonne ist es einfacher.
Es ist neun. Ich Sitze im Auto vor dem Büro und warte auf Carmen. Bloss gut, dass ich das Telefon noch nicht umgestellt habe. Da wären wir das erste Mal schon in der Scheisse.
Der wow sieht ganz gut aus. 15 Uhr und 58 verkauft. Da geht sicher noch was.
Jetzt ist Carmen da, 30 Sekunden um durch die Tür zu kommen. Ich route das Telefon nach hier und drei Minuten spaeter klingelt es. Nun aber ohne Unterlass.
Nach den ersten gefuehlten15 Anrufen uebernimmt Carmen. Jede 1,2te Anfrage bezieht sich auf Florida. Wird bei euch nicht anders sein. Es ist perfekt, Carmen kennt jeden Stein, jedes Bein und jede Villa hier und mit dem Wissen über Ablaufe hinter der Bühne ANIMOD berät sie unsere Kunden perfekt.
Die kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus über so eine ausführliche *Reiseleitung*. Carmen macht es immer mehr Spass. Sie hat Blut geleckt. Jetzt haben wir sie! Wir freuen uns alle sehr!

KGP sagt, das ist Micha, der da anruft. Ich vertraue ihm und sage im vollsten Brustton der Überzeugung * deutsche Staatskanzlei*. HH und KGP prusten unterdrückt vor sich hin. Kunde legt auf und ruft natürlich gleich wieder an. Er ist verunsichert und ich sage ihm: Ja, Sie sprechen mit ANIMOD oder wollten Sie zur deutschen Staatskanzlei? NUN liegen alle unter dem Tisch. Gut, neben der Arbeit das stetige Lachen. Aber, wem sage ich das? Bei uns ist es ja genauso.
Videokonferenz mit D, alles ist gut, es geht voran, man spürt den Schwung, der die Firma vorantreibt, jeden Tag ganz deutlich. Mir kringelt sich das Zwerchfell vor Freude.
KGP planelike und ganz in grau winkt uns kurz zu. Keine Zeit für grosse Verabschiedung. Muss auch nicht, wir sehen uns ja alle wieder. Irgendwo. Die Entfernungen sind geschrumpft zwischen Köln und Cape Coral. Gefühlt jedenfalls.

15 Uhr Ortzeit haben wir genug. 6 Stunden am Stück telefoniert. Ihr alle kennt das. Diesmal kann Carmen nicht mehr sprechen. Wir müssen noch ne Kasse, Muelltueten und Wasser kaufen. Hier kocht man den Kaffee mit Wasser, ja, bei uns auch, ich weiss, aber hier muss man das Wasser dafür kaufen.
Gegen 18 Uhr bin ich in der Villa. Ich mach mir ein Bier auf, ein Black&Tan, ein dunkles. Spring in den Pool. Genau richtig für den Sonnenuntergang. Nur eben diesmal nicht auf der Brücke. Ich bin total müde und denke, ach, ein Stündchen und dann faehrste noch mal los.
Ich wache nicht mehr auf.

To be continued…

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Florida – Part III

Es muss 8 Uhr sein. Die Umwaelzanlage vom Pool springt an. Vorgestern morgen bin ich erstmal in jede Ecke gerannt und hab gedacht, was geht denn jetzt los. Sie macht den Pool schön frisch, wälzt halt um, deshalb heisst sie so, ist ja auch ihr Kerngeschäft.
Ich habe kurz überlegt, was mein Name bedeutet. Stimmt;-)
Super Timing. Wenn die loslegt, sind die Aussenseiten des Pools bereits von Sonne überflutet.
Das Geräusch stört mich nicht. Wäre auch Jammern auf hohem Niveau.
Kinderkanal am Sonntag morgen hat auch was. Lauft bei mir auch schon mal am Sonntagvormittag in Köln.
Kinderfernsehen überfordert mich nicht und ich kann gut dabei denken. Wahrscheinlich wie HH am Pool, wenn er seine Beine darein hängt.
Die Sicht auf die Dinge aus Kinderaugen ist überall gleich im TV, egal in welcher Sprache die Wörter aus den Mündern sprudeln.
Die Kids sprechen gut, deutlich und nicht so schnell.
Ich versteh alles! Mit dem Sprechen komm ich noch nicht ganz klar. Das ist mein persönliches Ziel dieses Jahr, mein englisch muss besser werden. Ich glaube, da geht’s mir nicht alleine so. Aber wir haben ja unter uns richtige Englisch-Spezialisten. Das müssen wir einfach nutzen.
Kaffee, Emails beantworten und einfach laufen lassen. Heute ist Sonntag, auch in FL.
kein Büro, naja vielleicht später doch.

Es ist jetzt halb neun. Jetzt habe ich doch noch den Fetzer aufgemacht. Sonne satt bis Nachmittag, danach haben wir die Kreditkarten zum Glühen gebracht. Ich habe langsam angefangen, hatte aber dann doch 7 Tüten. KGP hatte den Kofferaum voll, ich die Rücksitze. Es hatte eine leichte Anmutung von Winterschlussverkauf und war total geil. Mein Gehirn hat nun auch hinter dem Wort Kaufrausch ein Bild abgespeichert.
Sonnenuntergang beim Überqueren der Brücke, wie Feuer am Himmel, unglaublich.
Wir fahren durch eine besonders schöne Siedlung von Villen. Gewachsene Siedlung würde man bei uns sagen. Alles wie gemalt. Poolcleaner werden gesucht.

Das Rumrunner ist unser Ziel. Da ist Name Programm. Nach jeweils 2 Stück an der Bar, nem Steak und Caesars Salad haben wir genug und ich werde auf einmal hundemüde.
Jetzt noch eine Kerze an, die Fuesse ins Wasser, ein Glas Wein und dann ins Bett.
Morgen geht’s wieder los.10 Uhr – Büro.
Man kann nicht sagen, dass hier das Murmeltier täglich grüßt.

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