Fische kommen, gucken einen an. Man guckt zurück – Lieblingsträume

Es gibt Geschäfte, an denen komme ich einfach nicht vorbei. Küchengerätschaften, Stoffläden und Buchhandlungen ziehen mich magisch an. Heute ist es die Kalenderecke. Das Jahr ist bald vorbei und dann gibt es ja wieder ein neues. Ich brauche dringend einen Kalender. Einen großen. Für die Wand. Heute. Jetzt. Als wäre heute Silvester und ohne den Kalender würde das neue Jahr nicht beginnen. IMAG6790

Ich habe meinen Kalender gefunden und gleich aufgehängt. Man weiß ja, wie schnell die Zeit vergeht.

ICH HABE EINEN TRAUM. In einer Serie bei der Wochenzeitung Die Zeit erzählen berühmte Zeitgenossen über Ihre Träume. Die Augen haben sie geschlossen, den Blick richten sie nach innen. So werden sie fotografiert und erzählen dabei sehr persönlich ihre Träume. Die Zeit hat die schönsten ausgesucht und in einen Kalender gepackt. Traum

Dank Google Suggest habe ich eine Menge Informationen zum Thema  ICH HABE EINEN TRAUM und zu der Zeitserie gefunden.

 

Ich träume nicht, bzw.  ich erinnere mich nicht an meine Träume und finde das sehr schade. Aber nun hat das ein Ende. Ich habe alle diese Träume anderer Menschen gelesen und beschlossen, ab  sofort auch mit dem Träumen zu beginnen. Natürlich habe ich Lieblingsträume, die ich zuerst träumen werde.

Hier sind sie:

Homer Simpson: „Ich versuche, jeden Tag zu überstehen“
Homer Simpson hofft, steinalt und steinreich zu werden, ohne je etwas Nützliches getan zu haben.

Moderatorin Claudia Kleinert: „Fische kommen, gucken einen an. Man guckt zurück“
Die Wetteransagerin träumt davon, im absoluten Jetzt zu leben.

Henry Hübchen: „Ich hielt es für möglich, dass ich der Teufel bin.“
Der Schauspieler fragt sich, ob nicht die Unsterblichkeit das größere Problem als die menschliche Sterblichkeit ist.

Alicia Keys: „Ich treffe Martin Luther King und stehe mit Bob Marley auf der Bühne.“
Ihre Flucht vor dem Alltag. Sie träumt vom Soul der Sechziger und einer Begegnung mit Malcom X.

Brigitte Hobmeier: „Ich möchte eine Saison lang ein Mann sein.“
Die Schauspielerin beneidet manchmal ihre männlichen Kollegen um die Vielfältigkeit der Charaktere, die sie spielen dürfen.

Miriam Meckel: „Ich träume davon, in der Abgeschiedenheit einen Roman zu schreiben.“
Das Leben der Professorin hat sich nach dem Burn-Out grundlegend verändert. Sie nimmt sich öfter Auszeiten und träumt davon, auf einer Veranda in Texas ein Buch zu schreiben.

Jazzmusiker Wayne Shorter: „Als Kind wollte ich andere Welten und Galaxien sehen“
Wayne träumte als Kind von Reisen zu fernen Galaxien. Dank des Buddhismus lernte er, sich selbst und seine Umwelt zu erforschen.

Neneh Cherry:  „Wenn ich eine Weile nicht unterwegs bin, werde ich unruhig.“
Mittlerweile weiß Cherry, nur unterwegs in der weiten Welt geht es ihr richtig gut.

Caro Emerald:  „Auf der Bühne fühle ich mich wie eine Prinzessin“
Nun ist sie Popsängerin und hat königliche Fans.

Schauspieler Edgar Selge: „Irgendwann stehe ich auf und bin ein anderer“
Edgar Selge erforscht seinen Körper. Er träumt vom Widerstand und will sich völlig neu erfinden.

Kermit der Frosch: „Wer schafft es schon aus dem Sumpf ins Showgeschäft?“
Kermit träumte schon als Kaulquappe davon, unter Menschen zu leben. Der Ruhm, der mit seinen Auftritten bei der Muppet Show kam, bedeutet ihm wenig.

Rosa von Praunheim: „Dann tauchen alle meine Liebhaber auf, sie drängen sich in das Kühlfach, drängeln sich um die besten Plätze.“
In seinem Träumen erscheinen dem 70-jährigen ein großer Fernseher, Gott, der Teufel und Hitler.

Nina Kunzendorf: „Ich wünschte, ein Tag hätte doppelt so viele Stunden.“
Die Schauspielerin empfindet ihr Leben manchmal als traumhaft, allerdings sind ihr die Tage viel zu kurz und viel zu schnell vorüber.

Elektroduo Modeselektor:  „Glück ist etwas, das man durch einen inneren Zustand erzeugt.“
Sebastian Szary und Gernot Bronsert  bewegen sich wie in einem Traum. Glück ist ihnen wichtiger als das große Geld.

Philip Seymour Hoffmann:  „Wenn ich die Augen schließe, bin ich endlich ganz allein.“
Wenn der Oscar-Preisträger seine Augen schließt, ist er endlich allein und anonym. Das Gefühl von grenzenloser Freiheit macht träume für ihn lebensnotwendig.

Björn Ulvaeus: „Will ich fremd- oder selbstbestimmt leben?“
Das frühere Abba-Mitglied möchte länger leben um zu sehen, was „hinter der nächsten Kurve kommt“.

Christian Louboutin: „Ich glaube nicht an Gott. Ich glaube an den Menschen.“
Der Schuhdesigner ist davon überzeugt, dass jeder Mensch ein Schöpfer sein kann.

Das sind meine absoluten Highlights:

Udo Lindenberg: „Ich mache nie langfristige Pläne, ich will mir alles offen halten“
Udo träumt davon, sich die Welt anzuschauen und herumzustreunen. Er muss seinen Hut immer mal wieder woanders hinhängen.

Katharina Thalbach: „Ich finde es erstrebenswert, eine verrückte Alte zu werden.“
Die Schauspielerin Katharina Thalbach träumt vom Lebens als verrückte alte Dame.

Nun weiss ich es. Ich werde als verrückte alte Dame meinen Hut immer mal woanders hinhängen. Eigentlich hatte ich nichts dergleichen geplant.

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Wirtschaft ist Böse

Bill Gates wurde nicht durch Fairness Weltmeister im Monopoly.
Steve Jobs pfercht seine Kunden in einen goldenen Käfig.
Larry Page hat uns in die Fangarme seines Datenkraken getrieben.
Mark Zuckerberg hat es sogar zum Hollywood-Bösewicht gebracht.

Microsoft, Apple, Google und Facebook wollen unser Bestes.
Und wir geben es Ihnen. (Ulf J. Froitzheim)

Wichtig ist es, dass man seinen eigenen Stil findet, der der eigenen Persönlichkeit entspricht und Spaß macht.Uhr

Seit fast 2 Monaten lechze ich einer Mitarbeiterin eines renommierten Entertainment-Unternehmens nach einem Termin hinterher. Präsentation, erfolgversprechender Termin auf der ITB, Vereinbarung von Nachfolgegesprächen – alles ist erfolgt. Nun schreibe ich seit Wochen Reminder-E-Mails und versuche sie an das Telefon zu bekommen. Es gelingt mir einfach nicht. Meine Nummer will ich aber auch nicht unterdrücken. Das ist mir zu profan.

Wenn aus Unzuverlässigkeit unmittelbar negative Konsequenzen erwachsen, wie z.B. das Nichterreichen eines Fluges – können auch unzuverlässige Menschen meist zuverlässig werden. Gut, unmittelbar negative Konsequenzen entstehen besagter Mitarbeiterin sicherlich nicht, aber vielleicht verpasst sie eine Chance. Oder aber sie traut mir nach den erfolgten Gesprächen eine sehr hohe Flexibilität  in meiner Zeitgestaltung zu, dass ihr Rücksicht und Zuverlässigkeit als unnötig erscheinen.

Zuverlässigkeit und das Einhalten getroffener Absprachen sind für mich Wertebegriffe. Emotional negativ besetzte Erfahrungen bei Unzuverlässigkeiten haben mich zur Zuverlässigkeit erzogen.

Zeitliche Abstimmung gelingt nur, wenn wir in der Lage sind die Botschaften unseres Gegenübers zu verstehen und unsere Handlungsweisen in den Grenzen unserer eigenen zur Verfügung stehenden Zeit darauf auszurichten.

Wichtig und feinfühlig ist es, den anderen wahrzunehmen und auf seine Botschaften angemessen und prompt zu antworten. Solche feinfühlige Menschen ticken dann gleich und bewegen sich auf gleicher Wellenlänge und es kommt zu einem harmonischen Miteinander bei wechselseitiger Wertschätzung und Respekt vor den Grenzen des anderen.

Dominante Menschen dehnen ihren Einflussbereich oft zu sehr aus,  oft ohne dass sie es selbst spüren – Aus diesem Grund ist es wichtig, deren Sensibilität für zeitliche Abstimmungsprozesse zu vertiefen, damit sie die Grenzen ihres Einflussbereiches besser wahrnehmen.

Genauso wichtig ist es für anpassungsbereite Menschen, den eigenen Rhythmus vor Übergriffen zu schützen und den dominanzgewohnten Menschen verstärkt die Notwendigkeit einer gleichberechtigen Abstimmung vor Augen zu führen. Nicht wenige Menschen neigen bei Herausforderungen in diesem Bereich zum Rückzug. Meist beschuldigen sie den anderen als nicht kooperativ, als jemanden mit dem man nicht zusammen arbeiten kann. Der Rückzug verhindert einerseits, dass man die Kontrolle verliert und von anderen dominiert wird. Ausserdem entgeht man auch der Frustration, dass man eigene Zeitwünsche nicht erfüllen kann.  Der Rückzug kann aber auch eine wütende Verweigerung mit Schuldzuweisungen sein und zu dauerhaft getrenntem Handeln führen.

Menschen, die sensibler im Umgang mit zeitlichen Abstimmungsprozessen werden, nehmen vollständiger wahr und durchschauen typisch zeitliche Machtstrategien. Sie sind in der Lage, anderen mit mehr Respekt für deren Eigenzeit zu begegnen und können sich so besser vor zeitlichen Übergriffen schützen. Zunehmende Feinfühligkeit setzt einen Prozess zur Änderung von Werten und Lebensstilen in Gang.

Jeder hat eine besondere Strategie mit misslingender zeitlicher Abstimmung umzugehen. Hier zeigt sich, ob wir uns flexibel mit anderen einigen oder eigene Zeitgestalten durchzusetzen versuchen oder ob wir einfach auf die gemeinsame Zeit verzichten und uns abkoppeln.

Sie wird mit mir sprechen. Nach zwischenzeitlicher Frustration und wöchentlicher Telefonabstinenz telefoniere ich nun jeden Tag wieder. Gestern hatte ich sie an der Strippe. Sie hat sich als erstes entschuldigt. Wir haben einen Telefontermin in der nächsten Woche vereinbart. Jetzt nehme ich als als Sport und verfahre frei nach dem Slogan von Frau Dr. B. : „Ein Nein muss man sich abholen!“

Update 30.Mai 2013

Es gelang mir bisher nicht mit ihr zu sprechen. Meetings, Termine usw. Kenne ich ja auch. Aber irgendwie werde ich die Geschichte schon stemmen.

Vielleicht hat die Stage ja ein gutes Monitoring:-)
Vielleicht hat die Stage ja ein gutes Monitoring:-)

Update 4.Juni 2013

Immer noch kein Rückruf oder Kontakt möglich.
Nun schreibe ich den Brief. Mit der Hand natürlich.

Update 9. Juni 2013

 

 

 

 

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